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Das Handelsblatt hat in den letzten Wochen, ja sogar Monaten besser herausgestellt als jede andere Zeitung, dass die Mehrheit der in Deutschland geborenen zwar Reformen begrüßt, aber, wenn es dabei um sie selbst geht, eher reformunwillig sind. Das hat das Handelsblatt wohl wortwörtig so nicht gesagt, aber ich interpretiere dies mal so. Unterschwellig ist auch beim Nachrichtensender NTV Kritik an der aktuellen deutschen Regierung herauszulesen, bei dem ich heute in einem Nachrichtenbanner lesen konnte: "Die Stadt Hamburg gibt 160 Mio (wahrscheinlich im Jahr) für in Hotels untergebrachtete Flüchtlinge aus." Also: Eine Regierung, die ein Einnahmeproblem hat, hat sie aber eigentlich gar nicht, denn die Steuereinnahmen sind weder während des Ukrainekrieges und auch nicht im Zusammenhang mit allen anderen Kriegen Israel betreffend signifikant zurückgegangen, sondern man befürchtet nur diesen Steuerrückgang, hat eher ein Ausgabeproblem. Und in Deutschland geborene haben natürlich nicht ganz unrecht, wenn sie fühlen, dass die aktuelle Regierung sich das irgendwie durch "Reformen" bei ihnen holen möchte, was für die Ausgabenseite fehlt. Über viele Jahre verlässlicher Steuerzahler, in der Zukunft noch besserer Steuerzahler? Wenn die Regierung ein Ausgabenproblem hat, sollte man nicht versuchen, dies durch die Regierung verordnete Reformen zu lösen, finde ich. Besser wäre, meine ich, die Regierung würde jedem Ministerium den Etat anteilig kürzen, und diejenigen die es betrifft, also alle, denn es ist ja anteilig, stoßen Prozesse an, dass die Betroffenen (Geldempfänger) in jeweils ihrem Bereich die Reformen selbst umsetzen. Denn im Grunde weiß es doch z.B. ein bestimmtes Krankenhaus besser als das Gesundheitsministerium oder der Krankenhausverband (die Kassen auch?), woran es bei ihnen krankt, wo Geld verschwendet wird, wo etwas deutlich ineffizient ist. Hast Du einfach weniger Geld, musst Du gedankenschärfer werden. Gilt auch für mich, der diese Beiträge für ca. 30 € Internetgebühr im Monat postet. Natürlich verdiene ich mein Gehalt in einem Job als Angestellter und mache dies hier mit diesen Beiträgen nur ehrenamtlich sozusagen. Aber ich habe keinen Inflationsausgleich zur Jahreswende bekommen, also keine Gehaltserhöhung und verdiene zudem noch unter dem Durchschnitt der in Deutschland Beschäftigten. Zu Ostern habe ich zufällig auf einem Infokanal im Fernsehen einen Beitrag über die Kreuzigung Jesu gesehen. War wahrscheinlich sogar ein Beitrag auf einem öffentlich-rechtlichen Infokanal. Also hat sich die Zahlung der GEZ Gebühr gelohnt, denn seit meinem Religionsunterricht vor vielen Jahrzehnten, habe ich nicht mehr in die Bibel geschaut. (Kirchensteuer zahle ich aber.) Da ist ein britischer Historiker oder Religionshistoriker um alte Gemäuer und Ruinen in Jerusalem herumgewandert und hat aus der Bibel, also aus den verschiedenen Evangelien zitiert. Und einprägsam ist mir aus diesem Beitrag in Erinnerung geblieben (war es Lukas?, also so einprägsam doch nicht, wenn ich es jetzt noch nachschauen müsste, denn wir haben eine Bibel zu Hause... Also Jesus hat gemäß Evangelium gesagt, so ungefähr, "ich bin der König der Juden." Also, habe ich gedacht, versuchte Jesus im Grunde das Judentum zu reformieren und bezahlte dafür mit seinem Tod. Die (jüdischen) Hohenpriester fragten gemäß Evangelium Jesus anscheinend mehrmals, "bleibst Du dabei?" Jesus antwortete wieder: "Ja, ich bin der König der Juden." Daraufhin wurde er hingerichtet. Aber die Hohenprieser machten es ansscheinend geschickter und liessen das Volk entscheiden, so dass es nicht allein ihre Schuld war. Natürlich ist also das Christentum aus dem Judentum hervorgegangen. Aber motiviert durch den Märtyrer Jesus gründeten seine Anhänger eine neue Religion, und geschockt durch den Tod Jesus, trauten sie sich auch nicht mehr, das Judentum zu reformieren. Dies hier soll kein Gleichnis sein, aber wenn Reformen den deutschen Sozialstaat betreffend nicht gelingen sollten, sollte man keiner Regierung die Schuld geben. Manchmal muss sich etwas einfach neben dem entwickeln, von dem man ursprünglich gedacht hat, das muss reformiert werden. Jetzt ist hier genug Raum offen für Interpretationen, sich auszumalen, was das für den deutschen Sozialstaat bedeuten könnte. Fragen könnte man sich, ob die (jüdischen) Hohenpriester damals sogar offener für Reformen gewesen wären als das Volk... |