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Gestern und heute ist der Bundesparteitag der CDU. Man hat sich gefeiert. Alles sei auf dem richtigen Weg. Zumindest hat man mehr erfahren als auf Wahlplakaten in meiner Stadt, in der bald die neue Stadtverordnetenversammlung gewählt wird. Da wird nur mit Slogans gearbeitet. Beim CDU Bundesparteitag hat man jetzt gesehen, dass die CDU Mitglieder in hohen Ämtern zumindest gut gebildet sein müssen. Aber auch die SPD hat zahlreiche Juristen... Anlässlich dieses Bundesparteitages hat das Handelsblatt einen Beitrag von Bert Rürup veröffentlicht über den Sozialstaat. Dieser Herr Rürup war Prof. an der Universtität zu Köln und Vorsitzender der Sachverständigenrates vor vielen Jahren. Wahrscheinlich ist der schon in Rente oder Pension, schreibt aber seit vielen Jahren schon regelmäßig als Chefvolkswirt für das Handelsblatt Research Institute. Auch beim gestrigen Beitrag habe ich gedacht, Bert Rürup ist wahrscheinlich einer der besten lebenden Volkswirte Deutschlands, gerade auch deshalb, weil er für das Handelsblatt nicht zu wissenschaftlich schreiben darf und das mathematisch wissenschaftliche Erarbeitete in gut verständlichen Worten zu transportieren weiß. Aber nicht nur Lob. Als Prof. in NRW hatte Bert Rürup wahrscheinlich die SPD meistens an der Spitze der Landesregierung. Und es ist nicht nur die CDU, hinter der wahrscheinlich die meisten Beschäftigten im öffentlichen Dienst im höheren Dienst stehen, sondern auch die SPD hat ein Faible für Beschäftigung im öffentlcichen Dienst. So gesehen würden sowohl CDU als auch SPD die Beschäftigten in der Privatwirtschaft gleichsam anfeuern wollen, Höchstleistungen zu erbringen, damit sie einen Teil ihrer Klientel aus dem öffentlcien Dienst auch gut bezahlen können. Bert Rürup hat gestern klar gegen die SPD geschrieben (so wie ich es innerlich auch machen würde, aber da mir seit meinen 30ern Lebensjahren keine CDU Wähler mehr geholfen haben außer meiner Familie, fällt es mir schwerer). Die Vorschläge der SPD zusätzliche Einnahmen (für den Sozialstaat) zu generieren, seien unrealistisch. Das sehe ich auch so. Sie können ja nochmals nach dem gestrigen Beitrag recherchieren. In jedem Punkt hätte ich das auch so unterschrieben. Also muss sich meine Kritik daran festmachen, was nicht berichtet wurde (kann es ja auch alles nicht in einem Beitrag). Und jetzt zur Arbeitsproduktivität: Volskwirte, wie wahrscheinlich auch Herr Rürup, sagen oft, Lohnzuwächse (oder Gehaltszuwächse) sollten an der Arbeitsproduktivität ausgerichtet sein. Wenn ein langjährig gedienter Mitarbeiter seine Arbeit irgendwann in weniger Zeit schafft, ist seine Arbeitsproduktivität gestiegen. Oftmals, so auch bei mir im Betrieb, verlangt der Arbeitgeber aber dann, dass gerade ältere Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit bei Lohnverzicht senken. Eine Entlohnung gemäß gestiegener Arbeitsproduktivität findet nicht statt, denn die würde bedeuten, dass der Arbeitnehmer zwar seine Arbeitszeit verkürzt, sein Gehalt aber gleich bleibt. Auch dafür könnte sich der Volkswirt Bert Rürup mal einsetzen. Insofern ist es gut, dass es die SPD noch gibt. poum.de, 21.02.26 |